18.10.2026

Propstpfarrer Pater Lorenz Voith zum WELTMISSIONSSONNTAG:

Wir feiern den Weltmissionssonntag. Seit 100 Jahren wird dieser begangen. Es wird um die Weltkirche gebetet- an so vielen Orten und Gottesdiensten. 

Viele wissen nicht, dass dieser Weltmissionssonntag auf einen Redemptoristen, einen Mitbruder von mir, zurückgeht. Es war Kardinal van Rossum, ein Holländer.

Er war von 1918 bis zu seinem Tod 1932 Präfekt, also Chef der heutigen Kongregation für die Evangelisierung. Papst Pius XI setzte diesen Tag fest, und damit auch die päpstliche Missionswerke. In aller Welt wuchst die Kirche in so vielen Völkern.

 

Unser Papst Leo hat zu diesem heutigen Welttag das Motto gestellt: "Eins in Christus, vereint in der Mission". Ein schönes Wort.

Wir sind als Kirche immer missionarisch. Auch jeder von uns Christen. Wir sind nicht irgendein Vereinsmitglied, Parteimitglied, Mitarbeiter einer Firma, einer NGO, u.ä.:

Sondern immer mehr. Hineingenommen in die Gemeinschaft mit Christus; als „pilgernde Kirche" unterwegs.

 

Und wir sind Gesendete. Wir sind Missionare. Schon dann, wenn wir uns zu Christus bekennen. Ja sagen: ich bin Katholisch. Wenn wir versuchen das umzusetzen, was wir gelernt haben, was wir erfasst haben aus der Heiligen Schrift, dann sind wir gut unterwegs.

Ita missa est. So der Abschluss der Messe in Latein. Übersetzt: Geht hin, ihr seid gesendet!

Nicht nur: „Gehet hin in Frieden", welches wir gewohnt sind.

 

Am Weltmissions-Sonntag denken wir auch an die Mitchristinnen und Mitchristen im globalen Süden und an die Missionarinnen und Missionare, die das Evangelium dort verkünden.

Wer Gott gehört, schenkt ihm nicht nur Worte, sondern auch seine Zeit, seine Begabungen und seinen Besitz. Missionarinnen und Missionare leben in fernen Regionen der Welt unter oft schwierigen Bedingungen. Viele Hunderte auch aus dem Burgenland sind seit 150 Jahren in diese Welt gezogen. Sehr viele!

„Sie verkünden Christus, taufen Kinder, feiern die Sakramente, bauen Schulen und Krankenstationen auf, begleiten Familien, trösten Kranke und schenken Hoffnung", heißt es in der Aussendung von MISSIO Austria.

 

Heute sind viele dieser Frauen und Männer auch bei uns in Europa tätig. Als Missionare. Gott sei Dank. Sie bilden einen Schatz in unserer Kirche und Gesellschaft.

Viele Jahrhunderte sind Missionare und Missionarinnen in die 3.+4.Welt gegangen: Heute kommen diese zurück. Das passt so. Das ist Weltkirche, so meine ich.

 

DANKE an den PFARRVERBAND:

Ich danke allen im Pfarrverband Oberberg-Kleinhöflein für die jahrzehntelange Verbundenheit und Offenheit für die Anliegen der Mission. Auch geweckt durch persönliche Erfahrungen mit Seelsorger und Seelsorgerinnen aus Indien, Afrika und Osteuropa! Möge dieser Geist nicht versiegen!

Mögen wir alle Kraft und Segen daraus erfahren.

18.10.2026