Marokko - Ein Land der Gegensätze
Alte Ausgrabungen und im Hintergrund ein neues Hochhaus. Der Blick auf die Wüste und dahinter eine Bergkette mit Schnee. Diese ungewöhnlichen Aussichten haben uns in Marokko erwartet.
Am ersten Tag sind wir in Marrakesch gelandet und fuhren nach Casablanca ins Hotel. Ausgeschlafen und fit besichtigten wir am nächsten Tag die monumentale Hassan II Moschee. Sie ist eine der größten Moscheen weltweit, mit Platz für ca. 105.000 Gläubige. Anschließend besichtigten wir einige Höhepunkte in Rabat, wie den Königspalast, Mausoleum Mohameds V, Hassan-Turm und das Chellah (Meriniden-Nekropole mit botanischem Garten). Weiter ging es in die Königsstadt Meknes. Hier warteten die Grabmoschee des Sultan Moulay Ismail und das Prunkportal Bab El-Mansour um von uns besichtigt zu werden.
Am Sonntag durften wir einem feierlichen und rhythmischen Gottesdienst in Fes beiwohnen.
Anschließend spazierten wir durch das jüdische Viertel, das Handwerksviertel und die Altstadt in Fes. Nach Fes ging es über das gewaltige Atlasgebirge durch Zedernwälder mit Berberaffen, mit Stopp in Ifrane, nach Erfoud. Es ist die Schweiz Marokkos, mit rotgedeckten Giebelhäusern nach mitteleuropäischer Architektur. Diesen Tag haben sich viele herbei gesehnt. Abends ging es für uns mit Landrovern in die Wüste Sahara, zu den Dünen von Merzouga zum Sonnenuntergang. Manche wählten ein Dromedar für einen Ritt und andere wanderten gemütlich die Dünen hoch.
Dieses atemberaubende Naturschauspiel muss man einmal gesehen haben. Viele Shades of Orange und Rot wurden mit unzähligen Fotos festgehalten. Nach dieser Aufregung und dem entspannten Ritt am Dromedar, stand einer erholsamen Nachtruhe nichts im Wege.
Gut erholt fuhren wir zur Todhra-Schlucht. Diese einzigartigen über 300m hohen Felswänden waren sehr beeindruckend und erinnerten an die Felsen in Monserrat. Anschließend fuhren auf der „Straße der Kasbahs“ entlang dem Dades-Tal nach Quarzazate, dem Zentrum der ‚Ouguita-Teppiche. Am sechsten Tag besichtigten wir das Filmdorf Ait Benhaddou. Es ist bekannt durch seine gut erhaltenen Lehmburgen, welche schon in vielen Filmen als Kulisse dienten. Danach ging es über den Tizin Tichka Pass (2260m), Halt im Tal des Ourika, zum Anima Garten von André Heller. Der opulente und fantasievolle Garten-Inszenierung des Universalkünstlers ist ein magischer Ort der Sinnlichkeit, der Inspiration, des Staunens und der Freude. Das Ende unserer Reise führte uns wieder nach Marrakesch. Marrakesch beeindruckte uns mit seinen vielen bunten Farben und der energiegeladenen Lebensfreude. Wir besichtigten den bekannten Platz Djemaa el-Fna, mit seinen Gauklern und Händlern. Marrakesch ist die Perle des Südens. Gemeinsam machten wir uns am nächsten Tag auf Entdeckungstour durch die märchenhafte Stadt. Wir machten uns auch auf die Spuren des Modedesigner Yves Saint Laurent. Seine Villa und der mit Liebe zum Detail angelegten Garten Jardin Majorelle waren einzigartig farbenfroh. Unser Abendessen wurde uns in einem typischen marokkanischen Restaurant in der Nähe des Djemaae l-Fna serviert. Es wurde uns eine schwungvolle und lichterfrohe Showeinlage geboten.
Der letzte Tag unserer Reise führte uns zur Medersa Ben Youssef, einer Koranschule. Diese überraschte uns mit dem prunkvollen Erscheinungsbild und der einfachen Ausstattung der Zimmer. Mit viel neuem Wissen und vielen unvergesslichen Eindrücken traten wir die Heimreise an. Marokko ist ein unterschätztes und doch sehr faszinierendes Reiseziel.
Reisebericht von Corinna Braunrath