Ökumenischer WGT der Frauen
Das Titelbild wurde von der nigerianischen Künstlerin Gift Amarachi Ottah gestaltet und zeigt uns in einer graphisch und farblich prägnanten Darstellung die Gesamtproblematik des größten westafrikanischen Staates. Viele Probleme aller Art belasten die Gesellschaft, die unterschiedlicher nicht sein kann. Verschiedene Völkergruppen, dargestellt von drei Frauen in ihrer traditionellen Kleidung, werden durch die katastrophale politische und soziale Struktur des Landes und der daraus resultierenden Armut schwer belastet. Mit dem eigens für den WGT 2026 geschaffenen Bild mit dem Titel «Ruhe für die Erschöpften» möchte die Künstlerin vor allem auf die tägliche Realität nigerianischer Frauen auf dem Land hinweisen. Ihr Leben ist von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang von endloser Arbeit geprägt.
„Kommt – Lasst euch stärken!“, ist eine Kurzfassung des bekannten Bibelwortes Jesu «Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken» (Matthäus 11,28). Diese Worte Jesu sind eine Einladung voller Zärtlichkeit und Trost. Er richtet sie nicht an die Starken, Erfolgreichen oder Unermüdlichen, sondern an die Müden, die Erschöpften, die, deren Last zu schwer geworden ist. Wir alle kennen solche Momente – wenn Sorgen drücken, Verantwortung überwältigt oder Zweifel an uns nagen.
Jesus bietet keinen schnellen Ausweg aus dem Alltag, sondern echte Ruhe für die Seele. „Kommt her zu mir“ bedeutet: Richte deinen Blick weg von dem, was dich niederdrückt, hin zu dem, der dich aufrichtet. Er nimmt uns die Last nicht immer ganz ab, aber er trägt sie mit uns – und das verändert alles. In seiner Nähe dürfen wir aufatmen. Wir dürfen loslassen, was uns erdrückt, und neue Kraft finden. Die Ruhe, die er schenkt, ist nicht Abwesenheit von Problemen, sondern die Gegenwart seiner Liebe mitten im Chaos.
Senior Mag. Carsten Marx, Pfarre