23.10.2026

Eins in Christus - vereint in der Mission

 

- so lautete die hoffnungsvolle Botschaft von Papst Leo zum 100. Weltmissionssonntag.
Die päpstlichen Missionswerke haben uns auch heuer wieder eingeladen, ein Teil der größten Solidaritätsaktion der Kirche zu sein.


Heuer blickten wir nach Afrika, nach Äthiopien, was auch im Kirchenraum durch Originalleihgaben lebhaft zur Geltung kam.
Spektakuläre Landschaften, uralte Traditionen aber auch große Spannungen prägen den Binnenstaat.
Die Region am Horn von Afrika wird zurecht als „Wiege der Menschheit“ bezeichnet, gab es doch zahlreiche Funde des Homo Sapiens - des modernen Menschen.
Äthiopien gehört zu den ältesten christlichen Ländern der Erde. Seit dem 4. Jhd. ist das Christentum Staatsreligion.
Die berühmten Felsenkirchen von Lalibela, Klöster, Kirchen und Wallfahrtsorte zeugen von einem eng verbundenen Alltag der Menschen und ihrem starken Glauben.
Ca 62% Christen (41% äthiopisch-orthodox, 20% Protestanten und nur ca. 1% Katholiken). Ca 34% Muslime leben ebenfalls in Äthiopien.
Auch der bei uns so beliebte Kaffee hat seinen Urspruch im wunderschönen Hochland von Äthopien und reicht 3000 Jahre zurück. Seine Zubereitung entspricht einer Zeremonie, wenn die frisch gerösteten Bohnen liebevoll zu heißen Kaffee verarbeitet werden. Auch Weihrauch steigt empor. Dazu wird Hambasha (leicht süßes Brot) oder Dabo (Honigbrot) gegessen.


Weitere Infos zum Land:
Hauptstadt: Addis Abeba mit 4-5 Millionen Ew
Amtssprache: Amharisch - neben zahlreichen Regionalsprachen
Ca 135 Millionen Einwohner
Frauen leben Großteils unter dem Patriachat ihrer Männer
2/3 der Bevölkerung sind Analphabeten
Ein sehr großes Problem ist die Beschneidung der Mädchen und Frauen
Ein Großteil der Bevölkerung arbeitet zur Eigenversorgung in der Landwirtschaft
Hungerkatastrophen der letzten Jahrzehnte durch Dürre und Klimawandel zwingen die Menschen zur Flucht (Saudi-Arabien/Europa/Südafrika)
Äthiopien, der Vielvölkerstaat mit 90 verschiedenen ethnischen Gruppen ist in den letzten 35 Jahren ein kriegsgezeichnetes Land.
Der letzte Bürgerkrieg hat Ende September 2026 begonnen.


Hoffnung und Zuversicht bringen die Missions-Projektpartner Father Luan und Sister Mary. Sie geben besonders den Frauen und Kinder die Möglichkeit zur Bildung, Arbeit und Selbstversorgung. Brotbacköfen schaffen, durch die Unterstützung von Missio, neue Lebensperspektiven.
Die Einsätze von den Missionarinnen und Missionaren verdienen großen Respekt und unsere Unterstützung.


Mission bedeutet die Liebe Gottes anderen Menschen erfahrbar zu machen.Im Auftrag des Papstes beteten und sammelten wir für die Ärmsten der Armen, um allen Menschen ein gerechtes und würdevolles Leben zu ermöglichen!


Nach der Heiligen Messe teilten wir frisch gebackenes Hambasha und Dabo und verkauften Schokopralinen, Blue Chips und Steyler Tischkalender.

Sylvia Sonnleitner