ein einsamer Felsen ragt als Insel aus dem Meer, Brandung spült gegen den Betrachter
02.09.2026
Impuls

Zwei oder drei

Niemand ist eine einsame Insel. Gedanken zum 23. Sonntag.

Lesejahr A II, 6.9.2026

 


Niemandem bleibt etwas schuldig, außer der gegenseitigen Liebe!

Röm 13,8a

Denn wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen.

Matthäus 18,20


 

Impuls

 

Zwischen Empathie und Privatsphäre:

Kümmert mich mein „Bruder“, meine „Schwester“?

Was geht es mich an?

Geht es mich was an?

 

Wenn etwas Schlimmes passiert, sagt man oft im Nachhinein: „Warum hat da nicht irgendjemand genauer hingeschaut?“

Wäre ich so ein „irgendjemand“?

 

Es geht nicht um Ausspionieren der Nachbarschaft.

Die biblischen Texte des heutigen Sonntags sind sehr klar:

Es geht um den Kontext der „Gemeinde“ – es ist von vornherein klar, dass hier Menschen zusammengehören, miteinander zu tun haben.

 

Es kann sozusagen ein Gebot der Liebe sein, einen anderen Menschen sensibel und anteilnehmend darauf hinzuweisen, dass er/sie nicht auf einem Weg unterwegs ist, der lebensförderlich ist.

Weil mir dieser andere Mensch nicht egal ist.

Aber nicht selbstherrlich oder überheblich.

In Absprache mit einem anderen Vertrauten.

Wenn es mir wirklich um „Lebensförderung“ geht, dann muss auch ich mich selbst hinterfragen lassen.

 

Gut, wenn ich auf andere zählen kann!

Denn sie können auch auf mich zählen…

 

© nikfai