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Die Burgenlandkroaten aus Ungarn bei der gemeinsamen Wallfahrt zur Mariazeller Wandermuttergottes
Datum:
16.06.2026

Die kleine Kirche von Siegersdorf (Hrvatski Židan) war am späten Nachmittag des 16. Mai bis auf den letzten Platz mit Pilgern gefüllt.
Von Pallersdorf (Bizonja) bis Kimling (Kemlja) und von Postrum (Petrovo Selo) aus machten sich Gläubige auf den Weg, um die Wandermuttergottes von Mariazell zu besuchen, die in diesem Jahr ihr Zuhause in Siegersdorf (Hrvatski Židan) gefunden hatte. Dabei besuchte sie auch die Kirchen der Umgebung, in denen die kroatische Liturgie gefeiert wird: Sie verweilte in Prösing (Prisika), Güns (Kőszeg), Bleigraben (Plajgor) und Und (Unda).

Hauptzelebrant war der Bischof von Györ András Veres, der am Fest Christi Himmelfahrt gemeinsam mit Pfarrvikar László Dömötör, dem Pfarrer von Postrum Tamás Köbli sowie seinem Sekretär die hl. Messe feierte.
 

„Der Gott unseres Herrn Jesus Christus, der Vater der Herrlichkeit, schenke euch den Geist der Weisheit und Offenbarung, damit ihr ihn erkennt. Er erleuchte die Augen eures Herzens, damit ihr erkennt, zu welcher Hoffnung ihr berufen seid und wie reich das herrliche Erbe ist.“ So lauteten die Worte aus dem Brief des heiligen Paulus an die Epheser.

Der Geist der Weisheit und Offenbarung macht uns nicht einfach klüger; vielmehr müssen die Augen unseres Herzens erleuchtet werden, damit wir Gott erkennen. Dass Jesus in den Himmel aufgefahren ist und dass auch uns dieses Ziel erwartet, wenn wir auf unserem Lebensweg treue Christen bleiben, kann nur durch die Erleuchtung des Herzens erkannt werden. Selbst wenn wir unseren Verstand und unser Wissen noch so sehr schärfen würden, könnten wir darauf keine Antwort finden.
 

Denn: durch Maria gelangen wir zu Jesus, zu unserem Gott. Diese Wallfahrt vermittelte allen Teilnehmern genau diese Botschaft. In den Fürbitten beteten die Gläubigen: „Herr, unser Gott, hilf uns, dass unsere himmlische Mutter, die Königin der Kroaten, für immer ein Vorbild und Beispiel des Vertrauens in Dich bleibt, die in Kanaa in Galiläa nur so viel sagte: ‚Sie haben keinen Wein mehr‘ und dennoch vollkommen vertraute.“
 

Die Marienwallfahrt ruft uns dazu auf, nach dem Vorbild Mariens ein solches Vertrauen zu entwickeln.

An diesem Tag zeigten die Gläubigen aus Postrum (Petrovo Selo) dieses große Vertrauen. Sie brachen bereits um vier Uhr morgens zu Fuß auf und legten 54 Kilometer zurück. In Nahrin (Narda) wurden sie mit Erfrischungen empfangen, bevor sie gemeinsam – mehr als dreißig Pilger – weiter nach Siegersdorf (Hrvatski Židan) zogen. In Kőszegfalva schlossen sich ihnen auch Pilger aus Güns (Kőszeg) an.

Als die große Gruppe schließlich Pustika am Ortsrand von Postrum (Petrovo Selo) erreichte, sehnte sie sich nach dem starken Wind, der den ganzen Tag geweht hatte, nach der ruhigen Atmosphäre der Kirche. Unter dem Läuten der Kirchenglocken betraten sie den sakralen Bereich, während gleichzeitig die Pilger aus Tschapring (Čepreg) und Und (Unda) zu Fuß eintrafen.

Andere kamen mit dem Auto oder dem Bus. Auch das ist ein Opfer. Jeder muss selbst spüren oder wissen, was er der seligen Jungfrau Maria darbringen kann, um durch sie zu Gott zu gelangen.
 

Alle waren vereint in der Verehrung Marias, unserer himmlischen Mutter, und durch sie auch unseres höchsten Gottes. So hörte man am Ende der Messe weithin den Gesang der Prozession, nach der alle – der Regen hatte bis dahin ausgehalten – zum gemeinsamen Abendessen und geselligem Beisammensein eingeladen waren.

Wir danken allen Einwohnern von Siegersdorf (Hrvatski Židan), die daran geglaubt haben, dass diese – anfangs schwierige Aufgabe so perfekt bewältigt und so hervorragend ausgeführt werden kann. Vielen Dank!
Maria kommt uns zu Hilfe, auch wenn wir nicht immer vollkommen darauf vertrauen. Vertrauen wir auf sie!

 

 

 

Fotos: Dr. Šandor Horvat

 

Pfarre Siegersdorf
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