Seitenbereiche:
  • zum Inhalt [Alt+0]
  • zum Hauptmenü [Alt+1]

Hauptmenü schließen
  • Nachrichten
  • Kolumne
  • Glaube
    • Lesejahr A
    • Lesejahr B
    • Lesejahr C
    • Andachten
    • Meditationen
  • Pfarren
  • Termine
  • Information
    • Kroatisches Vikariat
    • Die burgenländischen Kroaten
    • Diözese Eisenstadt
    • Impressum
    • Datenschutz
  • Information
    • Kroatisches Vikariat
    • Die burgenländischen Kroaten
    • Diözese Eisenstadt
    • Impressum
    • Datenschutz
Hauptmenü:
  • de
  • hr
  • Nachrichten
  • Kolumne
  • Glaube
    • Lesejahr A
    • Lesejahr B
    • Lesejahr C
    • Andachten
    • Meditationen
  • Pfarren
  • Termine
  • Information
    • Kroatisches Vikariat
    • Die burgenländischen Kroaten
    • Diözese Eisenstadt
    • Impressum
    • Datenschutz
Hauptmenü anzeigen
Inhalt:
Nachrichten
Kleiner Leitfaden durch die Fastenzeit
Datum:
12.03.2026
Autor:
Mag. theol. Eva Marković

Die Fastenzeit ist eine Zeit, in der wir uns bemühen, „das Richtige zu tun“. Wir verzichten auf etwas, vergessen dabei aber oft, dass diese Praxis aus der Versuchung Jesu in der Wüste stammt, wo er – vom Geist Gottes, vom Geist des Vaters – hingeführt wurde und fastete. In diesem Sinne bedeutet das Fasten etwas, das für einen Moment die Wirklichkeit zurücktreten lässt, damit wir uns der Betrachtung der göttlichen Wahrheiten widmen können.
 

Das Erste, was wir wissen müssen, ist, dass auch wir in dieser – kirchlich gesehen – intensiven Zeit in die Wüste geführt werden. Auf eine gewisse Weise müssen wir das Handeln beiseitelegen zugunsten eines zukünftigen geistlichen Gutes. Hier sind einige praktische Hinweise, die helfen können, „in die Wüste zurückzukehren“.
 

1. Wiederholtes Gebet

Das Aufsagen vieler Rosenkränze und Novenen einfach nur im Sinne von „damit es erledigt ist“, bedeutet noch nicht, in die Wüste zu gehen. Oft bleiben wir nicht stehen, um die Geheimnisse zu betrachten, die uns diese Andacht nahelegt. Wir beten sie einfach herunter.

Darum können wir in dieser Fastenzeit unseren eigenen Stil des Rosenkranzgebets überprüfen und uns fragen: Sammle ich Frömmigkeitsübungen, weil ich „dem Herrn gefallen“ möchte? Sagen wir gleich: Das ist nicht nötig. Du bist bereits ein geliebtes Kind Gottes.

Darum ist es manchmal besser, „die Sache zu verkürzen“ und ein einziges Gesätzchen oder einige kurze Gebete aufmerksam zu betrachten – Wort für Wort. Vielleicht bemerken wir, dass verschiedene Worte uns unterschiedlich inspirieren und verschiedene Bilder und Gedanken hervorrufen. Wenn wir das Tag für Tag tun, werden wir sehen, dass wir unseren Geist beruhigen und diese Gebete wie ein Opfer darbringen.

Die Zeit, die wir dafür einsetzen, trennt uns ein wenig vom Alltag. Oft fällt es uns schwer, an dieser Routine festzuhalten. Wir werden versucht sein, die Praxis aufzugeben oder zu denken, es gäbe eine „bessere“ Andacht. Und genau dann – (Glückwunsch!) – sind wir in diese symbolische Wüste eingetreten.
 

2. Gebet oder Messe für die Seelen im Fegefeuer

Viele Gnaden wurden durch Gebete für die Seelen im Fegefeuer empfangen. Zu dieser Intention kann man jederzeit eine Messe feiern lassen. Dieses Gebet verbindet uns mit unseren Brüdern und Schwestern, die die andere Seite der Wirklichkeit erreicht haben – eine Wirklichkeit, die mit unserer verbunden ist.

In diesem Zustand müssen sie von Abhängigkeiten und leichten Sünden gereinigt werden, um in die ewige Freude einzutreten. Wir können ihnen auf diesem Weg helfen.

Zur Inspiration können wir Zeugnisse von Heiligen lesen, die Visionen über die Seelen im Fegefeuer hatten – etwa die heilige Faustina Kowalska (für die etwas Mutigeren), den heiligen Pater Pio oder auch neuere Zeugen wie Carlo Acutis.

Diese Zeugnisse sollen uns nicht erschrecken und auch nicht den Eindruck erwecken, dass genau solche Ereignisse jeden nach dem Tod erwarten. Aber sie erinnern uns an die göttliche Gerechtigkeit. Freundschaft endet nicht mit dem Tod. Und sich für Freunde einzusetzen – vielleicht für Menschen, die wir zu Lebzeiten gar nicht kannten, für ganze Familien, von denen wir spüren, dass sie dieses Gebet brauchen, oder für jemanden, dessen Leben plötzlich und unerwartet endete, ohne die Sakramente empfangen zu können – ist ein Ausdruck von Liebe, die Zeit und Raum übersteigt.
 

3. Gewissenserforschung

Die Gewissenserforschung machen wir oft erst kurz vor dem Sakrament der Beichte – vielleicht fünf bis zehn Minuten vorher, wenn überhaupt. Wenn wir lange nicht gebeichtet haben, ist es gut, sich eine oder zwei Wochen Zeit zu nehmen und mit Hilfe eines Beichtspiegels alles aufzuschreiben, worin wir uns wiederfinden, damit unsere Beichte gründlich wird.

Man kann das mit einem gründlichen Frühjahrsputz vergleichen. Ein solcher „Großputz“ dauert oft mehrere Tage. Das bedeutet: Wir bereiten uns wirklich auf die Beichte vor und gehen nicht automatisch dorthin.

Wenn die Gewissenserforschung für uns jedoch bereits eine regelmäßige Praxis ist und wir vorbereitet sind, dann sollten wir darauf achten, sie weiterhin ernst zu nehmen.
 

4. Gute Werke

Dieser Rat klingt oft wie eine abgenutzte Floskel, von der man nicht genau weiß, was sie bedeutet. Doch wenn du deine Fastenzeit durch gute Werke bereichern möchtest, werden sich Gelegenheiten ganz von selbst ergeben.

Du musst nicht plötzlich an großen humanitären Aktionen teilnehmen – obwohl das natürlich möglich ist. Es ist besser, zuerst im eigenen zuhause zu beginnen.

Vielleicht braucht jemand dort Vergebung. Vielleicht könnten wir weniger nörgeln und mehr über Probleme sprechen. Vielleicht könnten wir jemandem im Haushalt helfen und einen Teil seiner Aufgaben übernehmen. Vielleicht könnten wir uns mit einem Kind hinsetzen und bei den Hausaufgaben helfen. Vielleicht könnten wir die Gewohnheit des Familiengebets wieder aufnehmen.
 

Vielleicht sollten wir Freunde oder Verwandte fragen, ob sie Hilfe brauchen. Vielleicht möchten wir jemanden anrufen, der weit weg lebt und mit dem wir den Kontakt verloren haben. Vielleicht möchten wir uns aktiver in unserer Pfarre engagieren.

Gute Werke bestehen nicht nur im Geben, sondern auch im Empfangen. Mit Freude und ohne Erwartung einer Gegenleistung eine gute Tat anzunehmen ist ebenso wichtig wie selbst zu geben.
 

Gute Werke müssen nicht immer materiell sein (Geld, Nahrung, Kleidung), auch wenn das wichtig ist. Sie können auch immateriell sein: ein Rat, ein Blick, ein Lächeln, ein Gespräch, ein Gebet für jemanden, Ermutigung. All das tut der Seele gut.

In dieser Wüste, die sich wahrlich in einen reichen Garten verwandelt, könnte man noch viele weitere Inspirationen finden, wie man die Fastenzeit, diese Zeit der Vorbereitung auf das eigene Heil, heilig leben kann.
 

Damit wir uns aber nicht wieder mit zu vielen Aktivitäten überladen und vergessen, dass „nur eines notwendig ist“, kehren wir zu den Quellen zurück: zur Eucharistie, zur Beichte und zum Lesen des Wortes Gottes.

Es ist eine Zeit der Veränderung. Der Mensch sollte sich nicht nur verändern – er muss es sogar. Gesegnete Fastenzeit!

 

 

Foto: Pixabay

zurück

Web-Portal der kroatischen
Kirchenzeitung der Diözese Eisenstadt

 

Kroatisches Vikariat der
Diözese Eisenstadt
St. Rochus-Straße 21
7000 Eisenstadt

TELEFON:

+43 2682 777 DW 299 und 296

 

FAX:

+43 2682 777 DW 298

 

E-Mail:

glasnik@martinus.at

  • Information
    • Kroatisches Vikariat
    • Die burgenländischen Kroaten
    • Diözese Eisenstadt
    • Impressum
    • Datenschutz
Glasnik (C) 2026 ALL RIGHTS RESERVED
nach oben springen