Beichte - Aussprache

 

Das Sakrament der Beichte

beichte

"Empfanget den Heiligen Geist! Wem ihr die Sünden nachlasset, dem sind sie nachgelassen…" (Joh 20, 22 f).


Sünde ist nie bloß Privatsache. Sie betrifft immer unsere Mitmenschen und letztlich auch Gott. Keine Schuld ist so groß, dass Gott sie nicht vergeben könnte, denn Gottes Liebe ist größer als unser Versagen. Daher ist Buße etwas Ernstes, aber nichts Düsteres.
Im Sakrament der Buße bekennt sich der Mensch zu den Sünden, die er begangen hat und übernimmt die Verantwortung für sie. Er steht zu seinen Fehlern und ist bereit zur Wiedergutmachung und Umkehr. Dadurch öffnet er sich neu und ermöglicht sich so eine neue Zukunft.

Voraussetzungen
Damit die Absolution durch den Priester ausgesprochen werden kann, bedarf es:
    der Reue
    des Aussprechens der Schuld im Bekenntnis
    des Vorsatzes, schuldhaftes Verhalten zu ändern und Schaden wieder gutzumachen

Beichte im Beichtstuhl
Nachdem der Beichtstuhl betreten wird, begrüßt und segnet der Priester den Beichtenden.
Es folgen das Bekenntnis der Sünden und das Beichtgespräch. Wer schon lange nicht mehr beichten war oder unsicher ist, was zu tun ist, kann den Priester auch bitten, ihm dabei zu helfen.
Der Priester ermuntert den Beichtenden und gibt ihm eine Aufgabe ("Buße") mit auf den Weg. Das kann ein Gebet oder ein gutes Werk sein.

Das Beichtgespräch
Alternativ zur Beichte im Beichtstuhl gibt es auch die Möglichkeit eines Beichtgesprächs. Es kann in einem Nebenraum der Kirche oder im Pfarrhaus stattfinden. Während des persönlichen Gesprächs bekennt der Beichtende seine Sünden und zeigt seine Reue. Der Priester spricht die Worte der Vergebung und legt dem Gläubigen die Hände auf.

Beichtgeheimnis
Bekennt ein Christ im Sakrament der Beichte seine Sünden, ist der Priester zur völligen Geheimhaltung verpflichtet. Egal wie schwerwiegend mögliche Argumente sein können, der Priester kann vom Beichtgeheimnis nicht entbunden werden. Vor Gericht kann er das Zeugnisverweigerungsrecht geltend machen.
Verletzt ein Priester das Beichtgeheimnis, begeht er eine schwere Sünde. Er verliert die Beichtvollmacht sowie all seine Ämter und Würde.
Nach der Beichte darf der Beichtvater nur mit ausdrücklicher und freiwilliger Erlaubnis mit dem Beichtkind über seine Sünden sprechen.
Wer zufällig etwas aus einer Beichte erfährt, ist ebenfalls zum Schweigen verpflichtet.

Beichttermine

  • Der Wunsch nach einer Beichte, einem seelsorglichen Gespräch oder einer Aussprache mit Pfarrer und Kaplan kann jederzeit angemeldet werden.
  • Beichttermine zu den großen Feiertagen sind den Ankündigungen zu entnehmen.

Beicht- und Aussprachegelegenheit in der Fastenzeit:
Jeden Samstag eine halbe Stunde vor der Abendmesse, während der Versöhnungsfeiern oder jederzeit nach Vereinbarung.

Pfarrer Sebastian
Telefon: 0676 880 708 452
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Befreit zur Liebe

Du hast gut über mich geredet.
Du hast für mich gebetet.
Du hast mir zugehört.
Du hast mit mir geteilt.
Du bist ein Stück mit mir gegangen.
Du gehörst dazu.
Du hast mich besucht.

Gewissenserforschung

Es ist gut sich von Zeit zu Zeit von Gott korrigieren zu lassen, sonst verhärtet man in Fehlhaltungen. Die folgenden Impulse sollen eine Hilfe zur Selbsterkenntnis sein.

Ehrfurcht vor Gott

  • Baue ich mir ein Gottesbild nach meinen eigenen Ideen, Wünschen und Phantasien?
  • Diene ich den vergänglichen Götzen dieser Welt: Macht, Reichtum und Ehre?
  • Zweifle ich an der Barmherzigkeit Gottes?

 

 

 

Meine persönliche Beziehung zu Gott

  • Welche Bedeutung spielt Gott in meinem Leben?
  • Was tue ich, um Gott und den christlichen Glauben besser kennen zu lernen?
  • Bin ich verzagt, weil ich zu wenig auf Gott vertraue?

 

 

 

Meine Beziehung zu den anderen

  • Richte ich meine Mitmenschen grundlos und mache ich andere schlecht, damit ich besser dastehe?
  • Lasse ich mich nur bedienen oder trage ich meinen Teil zum Wohl der Familie bei?
  • Bin ich streitsüchtig und rechthaberisch?

 

 

 

Meine Beziehung zu mir selbst

  • Muss ich immer im Mittelpunkt stehen und bin ich neidisch auf andere?
  • Wahre ich den Anstand bei der Wahl meiner Lektüre, der Filme, in meinem Reden, meiner Kleidung?
  • Habe ich Freude an meinem Leben und kenne ich meine Fähigkeiten, die ich einsetze?

 

 

Positive Gewissenserforschung

  • Hast du schon einmal versucht aktiv zu bleiben, wo keine Welle der Begeisterung dich trägt, wo alles ungreifbar und scheinbar sinnlos zu werden scheint?
  • Erinnerst Du Dich daran, dass Du Gott aus ganzem Herzen gedankt hast, weil sich etwas erfüllte, um das Du zuvor gebeten hattest?
  • Hattest Du schon einmal das Gefühl, dass Gott Dir einen "Engel" geschickt hat?