Ökumenischer Gottesdienst zum Nationalfeiertag am 26.10.2016
Evangelische Kirche Großpetersdorf

Als Thema des gemeinsamen Gottesdienstes wurde heuer „FRIEDE“ gewählt, denn FRIEDE ist wohl eines der wertvollsten und schützenswertesten Güter unserer Welt. Friede ist sensibel und verträgt keine hetzerischen Worte, die nur die Machtbedürfnisse Weniger befrieden.

Das Gedenken an den Beginn der Reformation vor 500 Jahren gab Anlass die wichtigen Gemeinsamkeiten und den geschwisterlichen Weg der Zukunft aufzuzeigen.

Der Bericht der "Internationale Lutherisch/Römisch-katholische Kommission für die Einheit" unter dem Titel "Vom Konflikt zur Gemeinschaft - Gemeinsames lutherisch-katholisches Reformationsgedenken im Jahr 2017" enthält fünf Imperative:

  • Katholiken und Lutheraner sollen immer von der Perspektive der Einheit und nicht von der Perspektive der Spaltung ausgehen, um das zu stärken, was sie gemeinsam haben, auch wenn es viel leichter ist, die Unterschiede zu sehen und zu erfahren."
  • Lutheraner und Katholiken müssen sich ständig selbst durch die Begegnung mit dem Anderen und durch das gegenseitige Zeugnis des Glaubens verändern lassen."
  • Katholiken und Lutheraner sollen sich erneut dazu verpflichten, die sichtbare Einheit zu suchen; sie sollen gemeinsam erarbeiten, welche konkreten Schritte das bedeutet, und sie sollen immer neu nach diesem Ziel streben."
  • Lutheraner und Katholiken müssen gemeinsam die Kraft des Evangeliums Jesu Christi für unsere Zeit wiederentdecken."
  • Katholiken und Lutheraner sollen in der Verkündigung und im Dienst an der Welt zusammen Zeugnis für Gottes Gnade ablegen."

Jesus Christus in den Mittelpunkt stellen!

Siehe: "Vom Konflikt zur Gemeinschaft", katholisch.de

"Bleibt in mir, dann bleibe ich in euch. Wie die Rebe aus sich keine Frucht bringen kann, sondern nur, wenn sie am Weinstock bleibt, so könnt auch ihr keine Frucht bringen, wenn ihr nicht in mir bleibt" (Joh 15,4).

Papst Franziskus und der Präsident des Lutherischen Weltbundes (LWB), Bischof Munib Younan, haben am Montag im schwedischen Lund eine Gemeinsame Erklärung unterzeichnet. Die theologischen Bemühungen um ein gemeinsames Abendmahl sollen vertieft werden, denn "Viele Mitglieder unserer Gemeinschaften sehnen sich danach, die Eucharistie in einem Mahl zu empfangen als konkreten Ausdruck der vollen Einheit", heißt es. Siehe: katholisch.de

Weitere Informationen:
religion.orf.at  
Kirche Vorarlberg