Geschichte Filialkirche Miedlingsdorf

Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes geht auf das Jahr 1325 unter dem Namen „Merem“ zurück. In den nächsten 200 Jahren wird abwechselnd von „Mellersdorf“ (1532), „Melesdorf“ (1574), „Merem“(ungarisch), „Miedlstorff“ (1715) und schließlich schon 1722 von „Miedlingsdorff“ gesprochen.Während der Türkenkriege wurde der Ort stark verwüstet. Die Zugehörigkeit zur Batthyanischen Herrschaft brachte um die Mitte des 16. Jahrhunderts die Kroaten in die fast ausgestorbene Gemeinde.

In der kanonischen Visitation von 1674 wird Miedlingsdorf als Filiale von Großpetersdorf bezeichnet.

Im Jahre 1697 entstand außerhalb des jetzigen Dorfes eine Kapelle, die dem hl. Jakobus dem Älteren geweiht wurde. Ziegelfunden zufolge war auch das Dorf damals dort angesiedelt. Heute ist diese Kapelle die älteste Holzkapelle des Burgenlandes.

1866 wurde zu Ehren des hl. Jakobus - unter Baumeister Johann Brenner - eine neue Kirche errichtet. Die einschiffige Anlage hat eine klare Gewölbeteilung und ein verjüngtes Chorjoch. Den Abschluss der um eine Stufe erhöhten Apsis bildet ein Korbbogen.

Anlässlich des hundertjährigen Bestehens wurde die Filialkirche 1966/67 renoviert und auch die unter Denkmalschutz stehende „Tausz-Orgel“ restauriert. Weiters wurde die Kirche im Jahre 1988 einer Generalsanierung unterzogen.

 holzkapelle