Hildegard von Bingen: Heilkräfte aus dem Paradiesgarten Gottes

„Mens sana in corpore sano“ ‐ „Ein gesunder Geist in einem gesunden Körper“ (Zitat aus den „Satiren“ des röm. Dichters Juvenal)

Hildegard von Bingen kam als jüngstes von zehn Kindern in Deutschland im Jahr 1098, wahrscheinlich in Bermersheim bei Alzey in Rheinhessen zur Welt. Der genaue Geburtstag sowie der Geburtsort sind nicht hundertprozentig dokumentiert. Das Mädchen entstammte einer adeligen Familie und wurde als Achtjährige von ihren Eltern Hildebert und Mechthild in das Benediktinerkloster am Disibodenberg, Rheinland‐Pfalz, gebracht. Mit 16 Jahren trat sie in die Gemeinschaft ein und war im Alter von 35 Jahren leitende Äbtissin. Bereits in ihrer Kindheit erlebte Hildegard immer wieder Visionen, die sie nach eigenen Angaben von Gott erhalten hatte ‐ „Sage und schreibe, was du schaust und hörst!“ Mit 43 Jahren begann sie darüber Buch zu führen.

Die Mystikerin verfasste 4 bekannte Werke, die sich mit Medizin, Psychologie, Theologie und Astrologie auseinandersetzen. Weiters entstanden Schriften zur Ethik, Musik, Kosmologie, Natur‐ und Heilkunde. Aufgrund ihrer seherischen Fähigkeiten, die Papst Eugen III. auf der Synode zu Trier 1147 anerkannte, wurde Hildegard v. Bingen weltweit berühmt. Große Persönlichkeiten wie Papst Alexander III., König Heinrich von England und seine Frau Eleonore, Kaiser Friedrich Barbarossa, Bernhard von Clairvaux und Elisabeth von Schönau kontaktierten sie, aber auch das einfache Volk holte sich gerne Ratschläge bei der Ordensfrau.Natürlich gab es immer wieder sehr kritische Beobachter, vor allem von Seiten der Mönche. Man wollte einfach nicht glauben, „dass einem ungelehrten Weibe solche Geheimnisse anvertraut werden“, und dies in einer Zeit, wo die Frau eigentlich keinen besonderen Stellenwert hatte.

Hildegard lockerte in ihrer Gemeinschaft die strengen Klosterregeln, indem sie z.B. die Gebets‐ und Gottesdienstzeiten kürzte. Dadurch ergaben sich immer wieder Differenzen und Schwierigkeiten mit dem Abt. Zwischen 1147 und 1150 gründete Hildegard das Kloster Rupertsberg an der Nahe und 1165 ein weiteres in Eibingen. Die hl. Hildegard v. Bingen wurde 81 Jahre alt. Sie verstarb am 17. Jänner 1179 in ihrem Kloster auf dem Rupertsberg.

Papst Benedikt XVI. nahm Hildegard v. Bingen 2012 offiziell in den Heiligenkalender auf. Sie hinterließ ein umfassendes Werk, welches uns damals wie heute zu sagen versucht, „dass die Voraussetzung für ein gesundes Leben das Eingebundensein des Menschen in die Natur und in die Gemeinschaft“ sei.

Andrea Reszner

Kohl

Indischer Kohl

(Ayurveda-Rezept von Dr. Vera Ranftl)

Vorbereitung:

1 EL schwarze Senfkörner bei nicht zu hoher Hitze unter Rühren ohne Fett solange rösten, bis sie springen (wie Popcorn), dann schnell aus dem Topf nehmen und mörsern und so weiterverarbeiten wie im Rezept beschrieben.

1 EL Ghee in Pfanne nicht zu stark erhitzen, die Senfkörner dazu, 1 TL Kurkuma, 1 TL Kreuzkümmel gemahlen,1 TL Koriander gemahlen, frisch geriebenen oder klein gehackten Ingwer (3 cm), 2 feingehackte Knoblauchzehen und 2 ebenfalls feingehackte Zwiebel ebenfalls mitrösten, bis der Zwiebel glasig ist (immer aufpassen, dass die Gewürze nicht anbrennen!). Dann den gewaschenen, in Streifen geschnittenen Kohl (Strünke vorher wegschneiden) dazu. Mit etwas Wasser aufgießen und dünsten lassen, bis der Kohl weich ist.

Abschmecken mit Steinsalz und eventuell etwas Zitronensaft.

Beilage: Basmatireis

Als Eiweiß-Ergänzung rote Linsen waschen bis sie klar sind, mit ungefähr doppelt soviel Gemüsebrühe aufgießen, leicht köcheln lassen, bis sie weich sind. Reis wie gewohnt zubereiten.

Sehr gut passt Joghurt-Soße dazu (Schafjoghurt mit Zitronensaft, Öl, Steinsalz und Kräutern abschmecken)
    

Curry

Wärmende Gerichte in der kalten Jahreszeit!

Hühner-Gemüse-Curry

Zutaten:
Hühnerbrust, Cashewkerne, Karotten, Fenchel, Paprika, Tomaten, Ingwer, Kokosmilch, Curry-Gewürzmischung, Reis, Zwiebel, Nelken, Koriander, Butter.

Zubereitung:
In einer großen Pfanne ein großes Stück Butter (oder Ghee) zerlassen. Karotten, Fenchel und Ingwer in kleine Stücke schneiden und in der Butter ca. 10 Minuten anbraten. Paprika und Tomaten auch in kleine Stücke schneiden und zugeben - wieder ca. 10 Minuten mitbraten. Danach Curry-Gewürzmischung zugeben und noch ein bisschen mitrösten - mit Kokosmilch ablöschen.

Den Reis zubereiten - die Nelken in die Zwiebel stecken und mit dem Reis mitkochen.

Das Hähnchen in kleine Stücke schneiden und in einer eigenen Pfanne mit Cashew-Kernen in Butter rösten - kann danach unter das Curry gemischt werden.

Das Curry noch mit Salz, Pfeffer und Koriander abschmecken.

Gutes Gelingen!

Biohenderl

Zutaten:
Biohenderl,
1|8 l Zitronensaft,
1|8l Olivenöl, Salz,
Pfeffer, Rosmarin, Thymian, Oregano,
Kartoffel, Oliven,
Schaf– oder Ziegenfrischkäse und rote Zwiebeln.

Zubereitung:
Das Biohederl in 8-10 Teile zerlegen, würzen und in einer Öl-Zitronenmarinade ca. 1 Stunde ziehen lassen.
Backrohr auf 180°C aufheizen, Backblech mit Olivenöl bestreichen, erhitzen und Hendlteile mit Marinade und mit den Kartoffeln aufs Blech geben.
Ca. eine halbe Stunde zugedeckt mit Folie braten, dann die Oliven dazugeben und wieder weiterbraten. 10 Minuten vor Schluss den Frischkäse darüber verteilen und ohne Folie fertig braten.

Hildegard‐Empfehlung:
Hühnerfleisch ist gut für gesunde Menschen, da es nicht fett macht. Die kranken Menschen erfrischt es. Die Zwiebel ist nur gekocht gesund zu essen, roh ist sie nicht zu empfehlen. Das Essen einer Zitrusfrucht räumt im Menschen mit den Fieberstoffen auf.

Saibling

Zutaten:
Fisch im Ganzen (hier Saibling)
Salz
Pfeffer
Zitronensaft
Thymian, Petersilie, Butter

Zubereitung:
Den Fisch waschen; innen und aussen gut trocknen; in den Fischbauch Salz, Pfeffer, Zitronensaft, Petersilie, Thymian und ein Stück Butter geben. Aussen nochmals etwas salzen und pfeffern und in etwas Mehl wenden. Öl in einer flachen Pfanne erhitzen und beidseitig anbraten und im Rohr bei mittlerer Hitze fertig braten (ca. 20 Minuten).

Als Beilagen empfehlen sich sowohl Rosmarinkartoffeln als auch Reis und Gemüse.

Hildegard-Empfehlung:
Mit Fisch auf Ihrem Speisezettel decken Sie den Jodbedarf des Körpers und erhalten wertvolle Fischöle (Omega-3-Fischöl, ungesättigte Fettsäuren), die eine senkende Wirkung auf die Blutfette haben. Beim Einkauf ist jedoch die Herkunft und Aufzucht dieser Tiere zu beachten, die heutzutage oftmals mit Schadstoffen aus unseren Gewässern belastet sind.

Heidi Hagenauer

Bratäpfel

 

Zutaten:
Äpfel (süß-sauer)
Preiselbeer- oder Himbeerfruchtaufstrich (Marmelade)
ev. auch Honig
20 g Nüsse oder Mandeln
20 g Rosinen
20 g Butter
etwas Rum
Zimt gemahlen
Flower Power Gewürz-Blüten
Vanilliesauce (bei Wunsch):
1/2 l Milch
15 g Vanillepuddingpulver
20 g Roh-Rohrzucker

Zubereitung:

1. Die Äpfel waschen, trocknen und mit einem Apfelausstecher das Kerngehäuse und den Stiel entfernen.
2. Die Nüsse oder Mandeln hacken und mit den Rosinen, dem Fruchtaufstrich, sowie etwas Rum und Zimt vermischen.
3. Die Äpfel in eine Auflaufform setzen und mit der Nuss-Rosinenmischung füllen. Wer’s gerne süß hat noch zusätzlich den Honig darüber fließen lassen. Die Butterflocken auf die Apfelöffnungen setzen.
4. Die Äpfel für 20 Min. in den auf 180 °C vorgeheizten Backofen schieben.


Vanilliesauce (bei Wunsch)

  1. Für die Vanillesauce 400 ml Milch in einem Topf zum Kochen bringen, den Zucker in den Topf geben und erst einmal auf das Umrühren verzichten. Das Vanillepuddingpulver mit der restlichen Milch verrühren. Sobald die Milch kocht, das angerührte Puddingpulver in die Milch rühren und alles nochmals aufkochen lassen.
  2. Die noch warme Sauce in die Teller gießen, die Äpfel drauf setzen und mit Flower Power Gewürz-Blüten-Zubereitung dekorieren!


Tipp: Die Vanillesauce kann auch vorbereitet und gekühlt mit dem heißen Bratapfel serviert werden.
Zubereitungszeit: 50 Minuten, für 4 Personen

Hildegard Empfehlung:
Wertvolle Vitamine, Mineralien, Spurenelemente und Fruchtzucker verleihen den Äpfeln eine diätische Wirkung bei Schwäche und Erkältungszuständen.

Heidi Hagenauer

FENCHELAUFLAUF

Zutaten:
3 Fenchelknollen
Lauch, frische Tomaten (oder geschälte aus dem Glas)
würzen mit mediterranen Kräutern, Salz und Pfeffer
mit Bertram, Quendel und Kerbel würzt man mit "HILDEGARD Gewürzen"
etwas Schlagobers
250 g Dinkelspiralen bissfest gekocht
Parmesan oder anderen Käse zum Überbacken

Zubereitung:
Fenchel waschen, vierteln und in Salzwasser kurz kochen, gleichzeitig eine Tomatensauce bereiten. In eine Auflaufform Olivenöl  geben, den Fenchel, die gekochten Nudeln und die Tomatensauce abwechselt schichten, Käse darauf und backen, ca 30 Minuten, 180 Grad

Hildegard Empfehlung:
"Wie immer auch gegessen, roh oder gekocht, macht der Fenchel den Menschen fröhlich und vermittelt eine angenehme Durchblutung und eine gute Verdauung."

Heidi Hagenauer

Habermus

Das Habermus ist ein perfektes Frühstücksgericht. Es ist ein richtiger Frohmacher, stimmt den Magen ein, regt die Verdauung an und macht überhaupt leistungsfähiger.

Zutaten:
3 (gehäufte) EL Dinkelschrot oder Dinkelflocken
250 ml Wasser
1-2 Äpfel (können auch Birnen oder Bananen sein)
1 Prise Salz
1 Prise Zimt
1 EL Rosinen
etwas Zitronensaft
etwas Butter
eventuell Nüsse, Mandel, Honig

Zubereitung:
Dinkelschrot in Wasser einrühren, Äpfel in Stücke schneiden und zugeben - langsam unter Rühren erhitzen. Salz, Zimt, Zitronensaft und Rosinen zugeben - einmal kurz aufkochen und zugedeckt ca. 5 Minuten köcheln lassen. In eine nette Schale geben, nach Wunsch mit Butterflocken, Nüssen, Mandeln und Honig verfeinern und servieren.

Heidi Hagenauer

DINKELPFLANZERL

Zutaten:
200 g Dinkelschrot(grob gemahlene Dinkelkörner)
Butter, kleine Zwiebel
250 ml Gemüsebrühe
2 Eier
Zucchini, Fenchel, Karotten, Sellerie (Es kann jedes Gemüse verwendet werden)
50 g Käse
Hildegard Gewürze: Bertram, Quendel, Galgant je ein halber Teelöffel, Salz, Pfeffer, Kräuter nach Wunsch

Zubereitung:
Die kleine Zwiebel fein würfeln und in heißer Butter anschwitzen. Den Dinkelschrot dazugeben, kurz rösten und mit der Gemüsebrühe aufgießen. 5 min. bei geringer Hitze dünsten, ausschalten, abdecken und 15 Minuten quellen lassen. Das Gemüse raspeln und mit Eiern und Käse und Gewürzen unter den Schrotbrei mischen. Jetzt kleine Laibchen formen, Kokosöl zum Braten verwenden, es gibt einen guten Geschmack!

Hildegard Empfehlung:
Dinkel:
"Dinkel ist das beste Getreide, und er ist warm und fett und kräftig und er ist hochwertig und milder als alle anderen Getreidekörner. Wer Dinkel isst, bildet gutes Fleisch. Dinkel führt zu einem rechten Blut, gibt ein fröhliches Gemüt und die Gabe des Frohsinns. Wie immer zubereitet man Dinkel isst - als Brot oder gekocht - er ist gut und mild."

Heidi Hagenauer