Firmung in der Pfarre Großpetersdorf
23. April 2017

Ich bin gefirmt.
Ich bin gesalbt und
bezeichnet mit dem Siegel des Lebens.

Ich bin gefirmt.
Es wurde mir der Heilige Geist zugesagt.
Ich werde nicht haltlos hinausgetrieben in die Welt.
Ich spüre die Atmosphäre des Vertrauens und der Geborgenheit.
Hier kann ich atmen und leben.

Ich bin gefirmt.
Lange bevor ich mich entscheiden konnte,
hat sich einer für mich entschieden:
Jesus Christus.
Jetzt liegt es an mir, ob ich seine Entscheidung annehme.

Ich bin gefirmt.
Ich kann weghören, wenn Christus mich ruft.
Ich kann weglaufen, wenn Er mich braucht.
Ich kann auch warten und schweigen.
Ich kann aber auch
hören und aufbrechen,
eine Spur suchen und mein Leben finden.

Die Zeichen der Firmung

Chrisam
Das in der Firmung verwendete Chrisam ist eine Olivenöl-Balsam-Mischung, angenehm im Geruch. Religiöse Bedeutung hatten Salbungen schon in der Zeit des Alten Testaments, als Könige und Priester auf diese Weise in ihr Amt eingeführt wurden. „Der Gesalbte“ (griechisch „Christos“) wurde zum Königstitel. Wörtlich übersetzt sind „Christen“ „die Gesalbten“, weil sie durch Taufe und Firmung mit Christus verbunden sind. Bei beiden Sakramenten wird eine Salbung vollzogen. Die Salbung in der Firmung stellt eine „Amtseinführung“ ins Christsein dar. Sie schenkt Schutz, (Abwehr-) Kraft, erfülltes Leben im Heiligen Geist.

Kreuz
Das Kreuz ist das Erlösungszeichen des Christen. In der Firmung wird der Firmkandidat, die Firmkandidatin mit Chrisam auf der Stirn gesalbt, indem der Firmspender ein Kreuz zieht. Das Kreuz dient hier als Zeichen der Besiegelung, als Bundeszeichen. Der Firmling darf sich im Leben als für immer von Gott geliebt und bewahrt wissen, ausgestattet mit Gottes Kraft, dem Heiligen Geist. Der Firmspender spricht: „Sei besiegelt, durch die Gabe Gottes, den Heiligen Geist.“

Hand / Handauflegung
Das Auflegen der Hände auf den Kopf eines Menschen ist in der Bibel ein Zeichen der Übertragung von Segen (z.B. Gen 48,14f), eine Heilungsgebärde (z.B. Mk 5,23) und ein Zeichen der Beauftragung und Bevollmächtigung (z.B. Apg 6,1-6).
In der Firmung bedeutet die Handauflegung die Übertragung des Heiligen Geistes, das Hineingenommen-Werden in den Lebensbereich Gottes und die befähigende Beauftragung als Christ zu leben.