Wallfahrten

Wallfahrten sind ein Menschheitsphänomen. In allen Kulturen finden wir so genannte heilige Orte, zu denen die Menschen pilgern. Das können Berge sein wie zum Beispiel der ayas rock für die Ureinwohner Australiens, Flüsse wie etwa der Ganges für die Hindus, Bäume wie beispielsweise die Eichen für die Kelten usw. An solchen Orten wurden oft Gebäude mit kultischer Bedeutung errichtet. Auch die Juden hatten solche Orte, besonders bedeutend natürlich der Tempel in Jerusalem.

Christen pilgerten von Anfang an nach Jerusalem und zu anderen Orten, an denen Jesus sich aufgehalten hatte. Später kamen auch die Orte hinzu, an denen die Apostel gewirkt und besonders, wo sie gestorben waren und begraben wurden. Deshalb wurde auch Rom zu so einem wichtigen Ort der Christen – gleich zwei Apostel liegen dort bekanntlich begraben: Petrus und Paulus.

Bis in die Gegenwart herauf gibt es eine ungebrochene Wallfahrertradition zu Heiligengräbern und besonders zu Orten, an denen Maria verehrt wird. Natürlich ist manches in den menschlichen Hintergedanken auch abergläubisch, weshalb Martin Luther auch gegen das Wallfahrten gewettert hat. Aber offensichtlich gibt es ein menschliches Bedürfnis danach, sich auf den Weg zu machen, um an bestimmten Orten Heilung, Lösung seiner Probleme… zu suchen. Für die Kirche sind Wallfahrten, wenn sie richtig erklärt und durchgeführt werden, eine pastorale Chance.

Kaplan Matthias

 

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