„Mens sana in corpore sano”

Ein gesunder Geist in einem gesunden Körper (Juvenal)

"Heilpflanzen verkünden die Sympathie, die in der Schöpfung gegenwärtig ist - Gott wird durch die Pflanzen spürbar.“
Benedikt Felsinger, Prämonstratenser-Chorherr des Stiftes Geras, Kräuterpfarrer

Die Wegwarte

Das Lieblingskraut des Pfarrers ist die WEGWARTE, auch als Zichhorie bekannt, wird bereits in ägyptischen Papyrustexten aus dem 4. Jahrtausend vor Christus erwähnt und ist spätestens seit dem Mittelalter als Arzneimittel bekannt. Sie gehört zur Familie der Korbblütler, liebt trockene, alkalische Lehmböden und wächst bevorzugt am Wegrand. Die Pflanze kann bis zu 2 m hoch werden und die Farbe der Blütenblätter ist himmelblau.

  • Die Blüten werden in den Monaten Juli - September gesammelt und eignen sich hervorragend zum Garnieren von verschiedenen Speisen.
  • Die Erntezeit der Blätter ist von April - Anfang Juli. Daraus können schmackhafte Gemüseaufläufe und Suppen zubereitet werden.
  • Von März - April, wie von Oktober - November werden die Wurzeln geerntet. Diese getrocknet, danach geröstet und schließlich gemahlen ergeben ein Kaffeeersatz- bzw. Teepulver.

Ihre wertvollen Inhaltsstoffe sind: Vitamin C, Eisen, Magnesium, Inulin, Cumarine, Kalzium, Kalium und Bitterstoffe. Bereits Paracelsus wusste um ihre heilenden Kräfte und Pfarrer Sebastian Kneipp nutzte sie zur Behandlung von Leber- und Magenerkrankungen.

Die Wegwarte soll eine verdauungsfördernde, schweißtreibende, kreislaufstärkende und belebende Wirkung haben. Bei einer Überempfindlichkeit gegenüber Korbblütlern kann es allerdings zu allergischen Reaktionen kommen. Es ist auf jeden Fall empfehlenswert, ärztlichen Rat einzuholen, bevor man ernsthafte Erkrankungen selbständig behandelt.

Zur Herstellung eines Tees benötigen Sie:
1 Teelöffel getrocknete Wegwartenwurzel oder Wegwartenblätter.
Diese mit 1/4 Liter kochendem Wasser aufgießen, 10 Minuten ziehen lassen und anschließend abseihen.
Dieser Tee äußerlich angewendet kann Hautunreinheiten und Entzündungen entgegenwirken.

„Kräuter sind als Pflanzen Lebewesen. Sie geben nicht nur ihre Wirkstoffe her, sondern sind notwendig, das Gleichgewicht der ganzen Welt herzustellen.“ (Benedikt Felsinger)

Andrea Reszner